TERRA-Film

BANFF CENTRE MOUNTAIN FILM FESTIVAL RUNNING SPECIAL 2021

  • Einlass ab 20:45 | Beginn 21:30
  • Dauer
    1 Std 30 Min
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Es wurde schon so manche Wette in feuchtfröhlicher Atmosphäre abgeschlossen, an die sich später keiner mehr so recht erinnern konnte. Oder wollte. Denn wenn die Party vorbei ist und der Kater sich verzogen hat, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

Nicht so bei Jody „JB“ Bragger und Gabriel „Gabe“ Ghiglione. Die beiden passionierten Läufer gehören zu den Menschen, die entschlossen genug sind, das durchzuziehen, was sie sich ausgedacht haben – sei es auch zu vorgerückter Stunde und nicht ganz im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte.

Ein sich drehender Globus und ein Finger, der ausgerechnet auf Tadschikistan landete, wurden für JB und Gabe jedenfalls zum Startschuss für ein Laufabenteuer, das die beiden unter normalen Umständen wohl nie unternommen hätten.

Doch was der Globus befohlen hatte, musste in die Tat umgesetzt werden: JB und Gabe fassten einen irrwitzigen Plan. Sie wollten Tadschikistan einmal von West nach Ost durchqueren. Keiner von ihnen war je dort gewesen, keiner wusste, was sie erwarteten würde. Und den beiden wurde schnell klar, dass sie dieser Herausforderung alleine nicht gewachsen waren.

„Um einen solchen Traum wahr werden zu lassen, brauchten wir eine eingeschworene Gemeinschaft“, erinnert sich Gabe. Also fragten sie herum und stellten ein Team zusammen. Jodie Gauld aus London – „eine knallharte Ultrarunnerin“ – war sofort Feuer und Flamme. Auch die beiden Filmemacher Ben Crocker und Alexis Tymon zögerten nicht lange. „Ben und Alexis können aus jeder Situation noch das Maximale an Witz herausholen“, sagt Gabe. „Zu fünft waren wir ein Team, das keiner mehr stoppen konnte.“

„Gerade weil unsere Wette so verrückt war, musste ich mich bei der Umsetzung umso mehr dahinterklemmen,“ sagt JB. „Am Ende drehte sich alles nur noch um mein Mantra: Wenn es nicht monumental genug ist, brauchen wir es auch nicht zu machen.“ Ohne sein Engagement wäre der Trip vielleicht doch noch ins Wasser gefallen.

Es war JB, der stundenlang über verschiedenen Karten brütete, um die perfekte Route durch das Land zu finden. Er schlug vor, das Hochland des Pamir-Gebirges entlang des Bartang-Flusses zu durchqueren. Nach 500 Kilometern würde ihr Laufabenteuer dann in über 4000 Metern Höhe am Karakul-See enden.

Neben den angepeilten Höhenmetern war aber das eigentliche Problem bei diesem Projekt die Zeit. Denn JB, Gabe und Jodie hatten nur 7 Tage, um die gesamte Distanz hinter sich zu bringen. Was die Sache noch verrückter machte: Lediglich JB und Jodie waren erprobte Ultrarunner. Gabe hatte bislang nur kürzere Strecken und gerade mal einen Marathon gelaufen. Die dünne Höhenluft würde ihnen allen Schwierigkeiten bereiten. Und wer weiß, was sie noch alles erwarten würde?

Von Tadschikistan hatte Jodie vor ihrer Reise nur eine äußerst vage Vorstellung gehabt: „Ich wollte schon immer die Welt sehen. So gesehen war es schon ein bisschen peinlich, dass ich von diesem Land noch nie etwas gehört hatte. Aber gibt es eine bessere Gelegenheit sich weiterzubilden, als mit zwei Freunden ein fremdes Land zu Fuß zu erkunden?“ Eigentlich nicht. Jodie ließ es darauf ankommen und wurde mehr als positiv überrascht: „Die Einheimischen waren immer freundlich und interessierten sich sehr für das, was wir vorhatten. Man spürte, dass sie sehr stolz waren auf ihr Land.“ Besonders das Essen ist ihr in Erinnerung geblieben: „Das selbst gebackene Brot und die selbst gemachte Marmelade waren so lecker. Das könnte ich jeden Tag bis zum Ende meines Lebens essen.“

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