Es ist der Grund, weshalb ich den kleineren „Mia und der weiße Löwe“ angesehen habe, die große neue „Dr. Dolittle“-Verfilmung mit Robert Downey Jr. oder „Ruf der Wildnis“ mit Harrison Ford jedoch nicht: Sind die im Film gezeigten Tiere, die hier meist Dreh- und Angelpunkt sind, CGI-Ungetüme oder echte Lebewesen…? Die Produktion von „Mia und der weiße Löwe“ beispielsweise war äußerst aufwendig, denn sämtliche Löwen im Film sind tatsächlich Tiere aus Fleisch und Blut. Über die drei Jahre Drehzeit sollten die menschlichen Stars eine echte Beziehung zu ihren tierischen, langsam heranwachsenden Kollegen aufbauen. 

Wenige Jahre später produziert derselbe Regisseur (Gilles de Maistre) genau mit dieser Prämisse auch „Der Wolf und der Löwe“, der am 17. März 2022 startet. Ins Kino geschafft habe ich es dazu zwar noch nicht, aber fürs Ferienkino der Chemnitzer Filmnächte werde ich den Tierfilm definitiv ins Spiel bringen. Das Leinwand-Abenteuer scheint nämlich wieder eine herzergreifende Angelegenheit zu sein, die sicher gut für die ganze Familie funktioniert. 

Alles beginnt damit, dass Alma nach dem Tod ihres Großvaters in die kanadische Wildnis zurückkehrt, wo sie aufgewachsen ist. Kurz nach ihrer Ankunft rettet sie auf ungewöhnliche Weise einen Wolfswelpen und ein Löwenjunges. Doch das gemeinsame Glück wird bedroht, als eines Tages ein Ranger vor ihrer Hütte auftaucht…

Mich als Cineast (und Tierliebhaber) begeistert es, wenn mit echten Tieren gearbeitet wird – das Ergebnis auf der Leinwand ist um ein Vielfaches authentischer und eindrucksvoller. Ich möchte erleben, wie diese nicht-menschlichen Co-Stars ihre Rollen ausfüllen – auch wenn ich weiß, dass hier professionelle Tiertrainer am Werk sind und dass mehrere Tiere gemeinsam den Hauptcharakter im fertigen Film mimen. Mir ist zudem klar, dass das Thema „Tierschutz“ eine große Rolle spielt und häufig auch der (offizielle?) Grund ist, warum Studios auf CGI zurückzugreifen. Ich muss und möchte aber darauf vertrauen, dass die aktuellen Richtlinien in Sachen (Film-)Tierwohl alles Menschenmögliche umfassen, damit es den Tieren gut geht.

Lieblingsfilm-Potential: Auch wenn es keine revolutionäre Mensch-Tier-Freundschaft wie im dokumentarischen „Mein Lehrer, der Krake“ wird – ich erhoffe mir von „Der Wolf und der Löwe“ mehr als ein paar nette Landschafts- und Tieraufnahmen. Also ein potentieller „Lieblingsfilm“ gerade vielleicht für die jüngeren Zuschauer (und sei es nur für einen Sommer lang), so meine Einschätzung. 

Alternativ-Empfehlung der Woche: Bleiben wir animalisch, aber trotzdem weeeeeeit weg von echten Tieren bzw. deren real dargestelltem Verhalten: „Die Ganster-Gang“ ist Dreamworks verspielte Antwort auf die „Ocean’s Eleven“-Reihe. Komplett animiertes Heist-Action-Kino für Kids und Animationsfans und für die Zielgruppe sicher einen Blick wert.

Jakob Nützler

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