Noch 21 Tage, bis sich unsere mollige ‚Airscreen‘-Leinwand endlich wieder aufplustert (und bis es überall Sommer ist) – zudem sind gerade rund 100.000 druckfrische Programmhefte auf dem Weg, allen anderen Flyern im Prospektständer die Schau zu stehlen. Checkt ihr solange regelmäßig unsere Filmnächte-Webseite? Vielleicht ist euch dabei ja aufgefallen, dass der ein oder andere Termin im Programm (auch im Ferienkino tagsüber, ab 9.8.) bisher noch unbesetzt war. Hinter den Kulissen ist nämlich immer Einiges in Bewegung.

Programmkinos veröffentlichen ihren Spielplan maximal im Monats-Turnus, Cinestar & Co. rücken sogar jeweils erst zu Wochenbeginn mit der Sprache raus. Für die Filmnächte hingegen ist es üblich, Monate im Voraus sämtliche Filme festzunageln – ein Balanceakt! Schließlich ergeben sich Premieren mit anreisewütigen Filmteams oder regionale Kooperationen oft erst kurzfristig.

Ich weiß, was du letzten Sommer geschaut hast

Zudem hätten wir gern zeitiger erfahren, dass die diesjährigen Sommer-Blockbuster „X-Men: Dark Phoenix“ oder auch „Men in Black: International“ eher kleckern statt klotzen. Für letzteren musste sogar der ursprünglich vorgesehene, adrenalingeladene „Mission Impossible – Fallout“ weichen. Der verschämte Kinostart aus dem vergangenen August war 2018 haarscharf an der Filmnächte-Saison vorbeigeschrammt. Inzwischen ist der großartige Tom-Cruise-Actioner aber schon wieder etwas abgestanden.

Filmszene aus "Mission Impossible: Fallout", wie Tom Cruise mit großem Abstand auf ein Haus zuspringt

Sommer-Starts wie 2018 „Mission Impossible – Fallout“ kommen schwer in unser Programm… Knapp daneben ist halt leider auch vorbei – Autsch!

Auch dieses Jahr würden wir den Theaterplatz liebend gerne mit Disneys „Der König der Löwen“ (ab 17.7.) in eine sommerlich laue Savanne verwandeln, zusammen mit unserem Hauptpartner Volkswagen bei „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ (ab 1.8.) die Reifen quietschen lassen – oder natürlich gemeinsam den neusten Tarantino-Streich „Once Upon a Time in… Hollywood“ (ab 15.8.) abfeiern! Vertraut man frohlockenden Kritikern, wohl neben „Toy Story 4“ DAS Highlight des Sommers.

Einen Strich durch die Rechnung machen häufig die von Verleihern gesetzten Veröffentlichungs-Regeln für Neustarts: „Frühestens 6 Wochen nach Bundesstart“, lautet das Urteil für Open-Air-Kinos.

Bauchmietzeln, Drohbriefe oder Telefonterror können diese Spanne zwar etwas verknappen, normalerweise besteht aber keine Chance für Juli-/August-Blockbuster. Ausnahmen wie „Yesterday“ oder auch „Pets 2“ bestätigen die Regel.

Nicht verzagen, Neues wagen

Dem Kino-Kalender dicht auf den Fersen sind die Filmnächte trotzdem, beispielsweise mit brandaktuellen Premieren wie dem deutschen Historiendrama „Und der Zukunft zugewandt“ oder der französischen Komödie „Made in China“. Und ein bis zwei Wörtchen mitzureden habt ihr, liebe Lesende, selbstredend auch: Welcher Olsenbande-Klassiker darf es am 2.8. sein? Welchen Comic-Blockbuster wollt ihr am 9.8. unter freiem Himmel erleben? Hier findet ihr die Infos zum Voting.

Zwei gut gelaunte Filmnächte-Besucher vor der Voting-Box im Sommer

Geh wählen! Und voten! Das Programm last-minute mitgestalten könnt ihr auch dieses Jahr wieder.

Wir werden übrigens nicht wütend, wenn ihr innerhalb der Saison mal ein reguläres, überdachtes Kino aufsucht (man munkelt, dass es im Sommer trotz Klimawandel mal regnet) – und vielleicht werden oben genannte Sommer-Filme so toll, dass ihr sie 2020 gerne erneut anschaut? Wir reservieren euch einen Platz.

Übrigens: Last-Minute-Änderungen sind verständlicherweise extrem ärgerlich (und extrem selten). Dennoch versuchen die Veranstalter, flexibel zu bleiben – um für alle optimales Entertainment zu bieten!

Jakob Nützler

Als leidenschaftlicher Filmfan tummele ich mich in allerhand Kinos, beschäftige mich darüber hinaus mit Brett- und Videospielen und lerne Japanisch. Im Programmbeirat der Filmnächte spreche ich mich vor allem für arthousige Thriller, aber auch für Animations- und Musik-Filme aus. Trifft man sich demnächst mal bei nem Milchkaffee auf dem Theaterplatz?
Jakob Nützler

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Eine Antwort zu “Once Upon a Time in Chemnitz – Das Schicksal der Sommer-Filme”

  1. […] Süffig! Sich mal beim Programmbeirat beschweren, wo Filme wie „Der König der Löwen“ abgeblieben sind? Macht […]

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